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Interview // Seismo Light: Der Puls der Erde

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Die Resonanz auf den interdisziplinären FERCHAU-Kunstwettbewerb „Art of Engineering 2014“ war enorm: Aus weit über hundert Einreichungen hat eine hochkarätige Jury drei Finalisten gewählt. Diplom-Designerin Annalena Kluge zählt zu den Auserwählten. Ihr Werk „Seismo Light“ hat die Jury begeistert und zugleich auch berührt. Im Interview hat uns die 27-Jährige Einblicke in ihre Arbeit gewährt.

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Seismo Light: Transformation seismischer Aktivität als Gestaltungsaufgabe

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Seismo Light ist ein Echtzeit Licht- und Medienobjekt, welches die Erdbeben von überall auf der Welt als simultan aufscheinende Lichtimpulse in unseren alltäglichen Wahrnehmungsraum trägt. Die Arduinosteuerung des Objekts greift auf die Realtime-Daten der großen seismologischen Institute zu. Eingefangen in eine schlüssig gestaltete Minimalform wird so die seismische Aktivität der Erde in dynamische Lichtereignisse transformiert.  Read more

light follows seismographic data oder das fernnahe Beben der Erde

Earthquake Map since 1898 by IDVsolutions

Ist es möglich (und auch sinnvoll), das zumeist weit entfernte Beben der Erde als eine Fernnah-Erfahrung oder – umgekehrt – als ein nahfernes Erlebnis zu vermitteln? Es geht dabei nicht um das unmittelbare Nacherleben einer Erdbebenerfahrung, sondern Seismo Light verfolgt das Ziel, das Beben, genauer: die Existenz eines Bebens als ein entferntes Ereignis in einer ästhetisch-sinnlichen Weise in die Nähe oder besser gesagt: in ein Nah-Bewußtsein zu bringen. Read more

form follows seismographic data

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Dem Leitsatz form follows seismographic data folgend beeinflussen Erdbebendaten nicht nur den Puls des Seismo Lights, sondern auch dessen Form.

Im World Wide Web werden sämtliche Daten zu den Erdbeben der Geschichte von den großen seismographischen Instituten zur Verfügung gestellt. Neben den aktuellen Daten finden sich auch umfassende Archive. Read more

Fernnähe als Gestaltungsaufgabe in komplexen Räumen

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Fernnähe als Gestaltungsaufgabe ist –zum Beispiel – als die Herstellung von Nähe über beliebig grosse Entfernungen aber auch als die Überwindung von Fremdheit, die auf die Anbahnung neuer Nachbarschaften hinauslaufen könnte. Es gilt herauszufinden, wann, wie und wo wir mit Fernnähe konfrontiert sind, wie wir sie erleben und durchleben oder uns erlebbar machen können. Beispiel ist ein Skype-Gespräch, in dem Distanzen entschwinden, verschwimmen oder überwunden werden. In der von Skype initiierten Family Portrait Aktion lichten sich Familien mit Angehörigen in weiter Ferne ab und fügen so das Getrennte wieder zusammen, sie schaffen einen real-imaginären Raum, den ich als komplexen Raum bezeichne.

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Neuvermessung von Empfindungswelten und Erfahrungsräumen

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Fernnähe ist eine widersprüchliche Wortbildung. Und doch benennt dieser Begriff etwas, was uns als Teil unserer alltäglichen Empfindungswelt vertraut ist. In Fern-Nah-Beziehungen gleichzeitig zu leben, prägt – wohl viel stärker als uns das noch bewusst ist – das moderne Lebensgefühl unserer Zeit. Das Verschwinden der Ferne (Vilem Flusser)durchzieht wie ein Rhizom, wie ein allgegenwärtiges Netzwerk roter Fäden unsere Wahrnehmung und Wirklichkeit. Welche Raum-Zeit-Maßstäblichkeit ist zur Beschreibung dieser Raumwirklichkeiten in Ansatz zu bringen?  Read more

Verschwinden der Ferne – Überwindung von Fremdheit

Worum geht es in der Auseinandersetzung mit Fernnähe, mit Fernnähe als Gestaltungsaufgabe komplexer Räume? Es geht um die praktische Einsicht, in der sich das Verschwinden der Ferne und die Überwindung von Fremdheit als zwei Seiten derselben Medaille erweisen. Im glücklichen Fall sollte es gelingen, die Umrisse eines experimentellen Raumes, eines Laboratoriums für Fern-Nah-Beziehungen, zu skizzieren, in dem – Schritt für Schritt – eine Annäherung an das Phänomen der Fernnähe, sein Bedeutungs – und sein Integrationspotenzial erfolgen kann. Hierbei wird schnell deutlich, dass gedankliche Durchdringung und ästhetisch-kreative Praxis Hand-in-Hand gehen müssen, um zu Ergebnissen zu kommen.  Read more

Cook’s und Fournier’s Friendly Alien aus Graz als fremder Gast

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Das Gegenbild zu einem Negativszenario, wo Fremdbilder schnell zu Feindbildern werden können, ist wiederum der aus der Ferne zu uns kommende Fremde. Ein Fremder, der unsere Schwelle übertritt, den wir neugierig begrüssen und als Gast freundschaftlich empfangen: dem Nähe entgegengebracht wird. Mit dem in allen Kulturen verwurzelten Ritual der Gastfreundschaft wird ein Raum für starke Erfahrungen geöffnet. Das ist ein Raum der Möglichkeiten, in dem sich einander ferne und fremde Lebenswelten überlagern, durchdringen und zu einer neuen Vielfalt finden können. Der „Friendly Alien“ von Peter Cook und Colin Fournier inmitten der Grazer Altstadt setzt in diesem Sinne architekturräumliche Zeichen. Read more