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Fernnähe | remote proximity

Bildschirmfoto 2014-04-03 um 17.23.00

Fernnähe ist ein allgegenwärtiges Lebensgefühl unserer Zeit. Das Phänomen der Fernnähe konstituiert komplexe Räume, die fließend und gestaltbar geworden sind. Seismo Light, das „fernnahe Beben der Erde“ bearbeitet diese Gestaltungsaufgabe als Echtzeit Licht- und Medienobjekt in symbolisch wie technologisch beispielhafter Weise. Die Installation ist dabei auch als ein Stück Konzeptkunst zu begreifen, das aus der gedanklichen Durchdringung von Fernnähe als Begriff und Erfahrung heraus entwickelt wurde.

Fernnähe als Gestaltungsaufgabe führt zu einem Nachdenken über die Neuvermessung von Erfahrungsräumen. Das Verschwinden der Ferne leitet über zur Überwindung von Fremdheit. Fernnähe wird auch als Fremdnähe, als das nahende Fremde vorstellbar. Cook’s und Fournier’s Friendly Alien, das Kunsthaus in Graz ist hierfür ein signifikantes Beispiel.

Ein konzeptueller Rahmen ist zu skizzieren, innerhalb dessen die Idee und das Empfinden von Fernnähe sinnlich erfahrbar gemacht werden kann. Neue Nachbarschaft, Hülle und Haut, Telepräsenz erweisen sich dabei als die Key-Words mit Potenzial. In diesem Framework werden sechs Basiskonzepte für die Kreation von Fern-Nah-Beziehungen und Erfahrungen formuliert.

Aus der Überlagerung und Durchdringung von drei Basiskonzepten: Simultaneität & Telepräsenz, Hermetische Objekte, Transluzenz & transforming lights ist schliesslich die Idee, das Konzept und die Gestaltung von Seismo Light hervorgegangen. Und in diesem Prozess reifte eine weiterführende Vorstellung: nämlich ein Designlabor für Fernnähe als interdisziplinäres Arrangement verschiedenster Interessen und Perspektiven auf den Weg zu bringen.

Theoretische Abhandlungen